S B B B =
Sulkus-Basis-Berühren-Bewegen
Das biologische Wissensmodell von Hartmut Tietz
Biologisches Wissen ist die Grundlage für präzises mechanisches Handeln.
1. Was ist SBBB?
SBBB wurde von Zahnarzt und Autor Hartmut Tietz auf Grundlage seiner 45-jährigen zahnärztlichen Praxiserfahrung entwickelt.
SBBB ist keine Zahnputztechnik, keine Methode, kein Verfahren und keine Formel.
SBBB ist ein biologisches Wissensmodell, das die Dynamik des oralen Biofilms, die Interaktion zwischen Gingiva, Zahnsaum und Sulkusbereich sowie die mechanischen Konsequenzen dieser Biologie beschreibt.
Aus diesem Wissen ergibt sich ein individuelles, selbstbestimmtes, präzises und biologisch orientiertes mechanisches Handeln.
2. Der Sulkus und seine Basis
Der gingivale Sulkus ist der Bereich zwischen Zahnoberfläche und Gingiva.
Im Mittelpunkt des SBBB-Wissensmodells steht seine individuell sondierbare Basis – der sensible Sulkusgrund.
Hartmut Tietz versteht diesen als anatomisch und biologisch identischen, sensibel sondierbaren Endpunkt.
Nach seiner Darstellung liegt dieser Endpunkt bei gesunden Verhältnissen häufig bei etwa 0,5 mm Tiefe, bei Erkrankungen jedoch beispielsweise bei 3, 5, 8 mm oder mehr.
3. Berühren und Bewegen – die Essenz von SBBB
Die zentrale Überlegung von SBBB betrifft die mikrobielle Biofilmgemeinschaft, die sich im Bereich des gingivalen Sulkus ansammelt und nicht nur viele gesunde, notwendige, sondern auch in geringer Anzahl schädlich wirkender Bakterien enthält.
Nach dem SBBB-Modell wird dieser Bereich bei der alltäglichen Zahnputzhygiene häufig überhaupt nicht oder nicht ausreichend erreicht.
Berühren bedeutet im SBBB-Verständnis, den individuellen sensiblen Sulkusgrund bewusst zu erreichen und wahrzunehmen.
Bewegen bezeichnet das gezielte mechanische Handeln genau an diesem Ort um jeden Zahn herum, um das, was schaden kann, wegzumachen.
Dabei steht nicht die Nachahmung einer vorgeschriebenen Bewegung im Mittelpunkt, sondern das biologisch begründete Verständnis des jeweiligen Ortes und der mechanischen Aufgabe.
SBBB beschreibt damit ein Prinzip, keine standardisierte Handlungsanleitung. Die sichere praktische Umsetzung muss die individuelle Gewebesituation und die Grenzen mechanischer Belastung berücksichtigen.
4. Gingiva – biologisch verstehen: Was die Gingiva (umgangssprachlich leider "Zahnfleisch" genannt) biologisch tatsächlich ist
Die Gingiva besteht aus spezialisierten Geweben der Mundschleimhaut. Sie besitzt ein mehrschichtiges Plattenepithel und darunterliegendes, kollagenreiches Bindegewebe.
Besonders die befestigte Gingiva ist für mechanische Beanspruchungen ausgelegt. Ihr äußeres Epithel ist überwiegend verhornt beziehungsweise parakeratinisiert.
Das unterscheidet sie beispielsweise von der weicheren, beweglichen Schleimhaut der Wangen.
allerdings ist die Gingiva nicht überall gleich aufgebaut: Das Sulkusepithel und insbesondere das Saumepithel unterscheiden sich vom äußeren gingivalen Epithel. Jedoch ist für Hartmut Tietz aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung speziell auch in dieser Region keine besonders zu beachtende Bewegungsführung notwendeig.
Der gebräuchliche, irreführende, falsche Ausdruck „Zahnfleisch“ führt leider zu falschen Vorstellungen über die Beschaffenheit der Gingiva im Sinne von "empfindlich", "sensibel" etc.
Zur Wiederholung:
Die Gingiva am Zahn ist ein spezialisiertes Gewebe der Mundschleimhaut. Ihre äußeren Bereiche sind durch mehrschichtiges, teilweise verhorntes Epithel und kollagenreiches Bindegewebe an mechanische Beanspruchung angepasst.
SBBB fordert dazu auf, die tatsächliche Biologie dieser Gewebe zu verstehen und daraus die Konsequenzen für das mechanische Handeln abzuleiten.
5. Wissen als Grundlage selbstbestimmten Handelns
SBBB setzt nicht auf die Abhängigkeit von einer bestimmten Zahnputztechnik.
Entscheidend ist das Verständnis der biologischen Vorgänge im eigenen Mund.
Dieses biologische Wissen bildet die Grundlage für individuelles, bewusstes und präzises mechanisches Handeln.
6. Entwickler und Veröffentlichungen
Hartmut Tietz – Zahnarzt, Autor und Entwickler von SBBB
SBBB entstand aus seiner langjährigen zahnärztlichen Praxiserfahrung und seiner Beschäftigung mit den biologischen Grundlagen der Mund- und Zahngesundheit.
Veröffentlichungen:
ZAHNVERLUST STOPPEN JETZT!
ZÄHNE – SBBB – 45 JAHRE PRAXIS
Weitere Informationen: www.hartmuttietz.com
© Hartmut Tietz – SBBB, Sulkus-Basis-Berühren-Bewegen
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SBBB – English Summary
Biological knowledge is the foundation for precise mechanical action.
SBBB stands for the German terms Sulkus – Basis – Berühren – Bewegen.
In English, these concepts can be explained as:
Sulcus – Sulcus Base – Touch – Move.
SBBB was developed by German dentist and author Hartmut Tietz, drawing on 45 years of dental practice.
SBBB is not a toothbrushing technique, a method, a procedure, or a standardized formula.
It is a biological knowledge model describing oral biofilm dynamics, the interactions between the gingiva, tooth margins and gingival sulcus, and the mechanical consequences of these biological relationships.
The Central Principle
Within SBBB, the sulcus base is understood as the sensitive endpoint detectable by gentle periodontal probing.
Touch refers to consciously reaching and sensing this individual endpoint.
Move refers to precise mechanical action at that location, guided by biological understanding rather than a prescribed brushing technique.
The model emphasizes the importance of understanding microbial biofilm accumulation in the gingival sulcus and the mechanical implications of this knowledge.
Knowledge and Action
SBBB aims to replace dependence on standardized techniques with biologically informed, individually responsible action.
Biological knowledge is the foundation for precise mechanical action.
Originator
Hartmut Tietz – Dentist, Author and Developer of SBBB
Publications:
ZAHNVERLUST STOPPEN JETZT!
ZÄHNE – SBBB – 45 JAHRE PRAXIS
Official website: www.hartmuttietz.com
© Hartmut Tietz – SBBB